P-Ion V2 von HaDi - Elektromodellflug Infos

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P-Ion V2 von HaDi

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Von HaDi-RC.de die "V2" 25C P-Ion nanotec-Power im Belastungstest



Neugierig war ich schon zu erfahren, was sich bei der P-Ion V2 gegenüber dem Vorgänger verändert hat. Der erste Test (mit Zyklentest) hatte die Messlatte ja schon vorgegeben, siehe Test:  P-Ion Test

Äußerlich wirken die Packs zierlicher was die Kontrolle des Gewicht bestätigte. Die 3s-2100mAH wiegt 166g, die 5s-4000mAh 468g. Im Mittel wären das bis zu 10% weniger als üblich in dieser Klasse! Die Verarbeitung ist guter Standard. Die Packs sind umlaufend mit Gewebeband geschützt. Als Balancerstecker kommt der XH zum Einsatz, der an genügend langen und hochflexiblen Silikonleitungen verdrahtet ist. Ha-Di gewährt den P-Ion V2 bis zu 4C Schnellladung (siehe Begleitschreiben oder unter Ha-Di-RC Wiki).

Messungen:
Konditioniert wurde nach Vorgabe des Begleitschreibens. Mehrere Kontrollmessungen folgten bis zur Messauswertung. Dabei wurde eine Spannung von 3,2V/Z nie unterschritten. Ausfälle gab es keine.

Auffälligkeiten:
Das geringe Gewicht und ihr kompaktes Maß wurden ja schon erwähnt. Messtechnisch hat sich eine Veränderung zum Positiven eingestellt. Zum besseren Verständnis ist der Spannungsverlauf des Vorgängers (lila, dünne Spannungslinie) im Lastdiagramm mit eingeblendet. Der Spannungsverlauf der V2 ist jetzt im ersten Drittel höher, dann deckungsgleich um im letzten Drittel den "neuen" Vorteil auszuspielen. Der typsiche Spannungsknick ist nicht mehr vorhanden (was dem Vorgänger leicht negativ anheftete). So zeigt sich die V2 einfach harmonischer und der User merkt deratiges in einer gleichmäßigeren Leistungsentfaltung seines Antriebs über den gesamten Nutzungsbereich. Leider zeigten sich die Packs nicht so Temperaturstabil wie erwünscht. Um sie nicht zu gefährden wurden die Lastversuche vorzeitig abgebrochen sofern die Kritische Temperatur >65°C erreicht wurde (aber immer erst über 90% DoD)!

Plus:

  • Keine gelöteten Hochstromableiter. Die Hochstromableiter sind miteinander Ultraschall-Verschweißt (das reduziert die Übergangswiderstände an den Kontaktstellen, die Ableiter werden im Gegensatz zur Platinen-verwendeten Lötverbindung auch nicht rechtwinklig abgeknickt und sind somit vibrationsfester).

  • Ein Zellendriften ist fast nicht vorhanden! Allerdings wurde nie bis 99% DoD ("Depth of Discharge", unter Last 3,2V/Z) entladen

  • Beide Packs weisen eine Nutzkapazität von 100% auf, so dass mit Telemetrie ein Ausnutzen bis 80% DoD empfohlen ist

  • Jetzt sehr änlichen Spannungsverlauf und -höhe, wie vergleichbare LiPo-Zellen in der 25C "ECO" Klasse

  • Sehr kleines Kompaktmaß (prismatisch)

  • DC-Ri (Innenwiderstand) wie bei einer guten 25C LiPo Zelle

  • Eigensicherheit auf LiFePo Niveau (laut Aussage von Ha-Di, von mir nicht getestet!)

  • C-Rating gemessen: 25C+


Minus:

  • Auf Grund ihrer Masse leisten die P-Ion V2 zwar die 25C+, eine Dauerlastabgabe bis 80% DoD ist aber nicht empfohlen

  • Höhere Temperaturneigung als üblich in dieser Klasse (gut erkennbar beim 25C Impuls-Lastdiagramm)

  • Die Spannungsdifferenz ist geringerer, aber immer noch ein leichtes Defizit vorhanden zum "LiPo" Spannungsverlauf


Resüme:
Dem Slogen von Ha-Di: (...)Die prismatischen Ionen-Zellen ( Kurz :  ) von Fair schließen die Lücke zwischen Li-Polymer-Akkus und P-LiFe-Akkus. (...) stimme ich zu. Denn nicht unterschätzen sollte man "die Fangemeinde" von: (...) P-Ion-Zellen haben aufgrund ihrer besonderen chemischen Zusammensetzung ( Lithium, Nickel, Mangan, Cobalt ) eine höhere Eigensicherheit, die der von LiFePO4-Zellen / P-LiFe ähnelt. Trotzdem besitzen die Zellen eine sehr hohe Energiedichte und eine der Li-Polymer-Zellen ähnliche Spannung, (...). Wer die Prioritäten auf diese Merkmale setzt kommt an der P-Ion V2 Zelle nicht vorbei. Dabei entpuppt sich die P-Ion V2 Zelle nicht als Kompromiss, denn nach meiner Messmethode trägt sie das Label mit 25C zurecht (gemessen: 25C+) und deckt damit auch den Bereich der "typischen 25C ECO-Zellen" ab. Damit wären für die Masse der Modellbauer Tür & Tor geöffnet wenn es darum geht, mehr "Eigensicherheit" zu Nutzen und mit bis zu sieben oder acht Minuten Freude mit elektrischen Antrieben zu haben (bei ca. 75% - 80% DoD). Ein deartiges Lastprofil erzeugt dann aus Sicht des Akkus eine mittlere Lastrate von unter 10C. Eine erfreuliche Tendenz, so dass ich diesen neuen Zellentyp für die Masse der Modellantriebe empfehlen kann!



Stand: November 2013


Gesamten Testsamples mit dem Lastdiagramm
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