Dymond HC - Elektromodellflug Infos

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Dymond HC

Akku Test > LiPo > über 30C Rating

Dymond HC LiPos von Modellhobby Staufenbiel
(3s-2200mAh, 3s-3200mAh, 4s-4000mAh, 6s-5000mAh)

Modellhobby Staufenbiel begründet wie folgt die HC Markteinführung: Die Dymond HC-Akkuserie wird unter höchster Qualitätssicherung gefertigt und überzeugt durch ihr überragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Es wurde viel Wert auf Langlebigkeit und einen sicheren Betrieb gelegt. Jeder Akku führt eine Barcode-Identnummer unterm Schrumpfschlauch, die den gesamten Produktionsweg des Herstellers mit allen Sicherheits- und Qualitätstests dokumentiert. ...


Äußerlichkeiten:
Sie sind gut verarbeitet. Ein umlaufendes Kunststoffband schützt diese Packs. Die Balancerkabel sind in der mittlerweile üblichen Silikon/hochflexibel Ausführung und in praktikabler Länge. Nur ein Knickschutz fehlt an der Gehäusedurchführung. Der Aufkleber enthält alle wichtigen Informationen, auch die der maximalen Laderate. Bitte zum Hinweis  „nicht unter 2,8V“ (soll sicher "2,8V pro Zelle" heißen!) meine LiPo-FAQ lesen. Die Hochstromanschlüsse sind mit bis zu AWG 10 noch lastgerecht. Auffällig ist, dass sie zu den Leichten und Kompakten ihrer Klasse gehören! Immerhin reden wir hier im Mittel von bis zu 10% Mindergewicht, was der eine oder andere gerne ausnutzt! Ihre Gewichts-/ und Maßangaben stimmen gut überein.
 
Messdaten:
Keinerlei Auffälligkeiten waren feststellbar. Sämtliche Packs zeigten einen guten Selektierungsgrad, was an der niedrigen Spannungsdifferenz, zum Entladeschluss, bei ca. 99%DoD erkennbar ist (unter 0,16V; max. 0,3V wären tolerierbar).

Messeinstufung:
3s-2200mAh/40C -> 30C++
3s-3200mAh/40C -> 35C
4s-4000mAh/40C -> 35C
6s-5000mAh/40C -> 35C

Der Spannungsverlauf zeigt einen relativ flachen Verlauf. Das wünschen sich viele, da die Power dann fast gleichmäßig über die Nutzdauer zur Verfügung steht. Die Temperatur zum Entladeschluss zeigt wo die Grenzen (u.a.) einer leichten und kompakten Zelle sind. Sie ist untypisch hoch für eine ausgewiesene 40C Zelle. Typisch wären hier um 55°C bis max. 58°C. Die 64°C sind grenzwertig, da ab 65°C die Gefahr einer nicht reversiblen Schädigung einsetzt. Aber, Soll erfüllt mit max. 64°C! Nur die 6s-5000mAh zeigte als Einzige am Schluss „optisch“ der Entladephasen an…  HALT, nicht höher in der Temperatur! Sie war leicht rundlich/weich (gut sichtbar) geworden und deutete damit ihren Protest an. Natürlich war dieser Vorgang reversibel. Nach einer kurzen Abkühlphase war wieder alles okay.
Die Nutzkapazität hat Musterverhalten. Alle bis auf die 3s-2200mAh zeigten deutliche Überkapazität, so dass ein volles Ausnutzen mit Telemetrie bis 80% DoD nichts im Wege steht. Der Innenwiderstand (DC-Ri Kennwert) ist „der“ Messwert, aus dem sich das Lastverhalten einer Zelle 100% widerspiegelt. Hier sind streng genommen Einschränkungen zu beachten und wer meine Lastdiagramme verfolgt, der erkennt keine „echte“ 40C. Die hätten mindestens einen knapp 10% niedrigeren Innenwiderstand, einen ca. 0,05V/Z höheren Spannungsverlauf und eine um bis zu 10°C niedrigere Endtemperatur. Mag sich krass lesen, wären aber „nur echte“ 5C Differenz!
 
Resümee
Diese „HC“-Lipos sind interessant. Es sind unterm Strich leichte, kompakte und erschwingliche Zellen. Das Gesamtpaket ist stimmig, auch weil es „aus dem Regal“ keinerlei Ausreißer gab. Sie erfüllen alle mit Bravour die Kapazitätsangabe und das mit guter Reserve.  Allerdings, in der Summe der Messergebnisse zollt das auch einen Tribut. Sie sind leicht überzeichnet mit 40C aber diese HC-LiPos können als faire 35C eingestuft werden (bis auf die 3s-2200mAh). Wer mit diesem Bewusstsein die HC erwirbt, hat Freude an einer leichten und kompakten „Allround-Zelle" im 35C Lastsegment.
 

Stand: Mai 2015

2 Bilder, die LiPos zum Test
Zwei Lastdiagramme
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