Kontronik 2014 - Elektromodellflug Infos

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Kontronik 2014

Antrieb Test


Kontronik 2014

PYRO 850-40/-50  ... PYRO 650-83/-103  ... PYRO 400-13/-15      

Testportrait zu 2013


PYRO 400, 650 sowie 850:
Hier handelt es sich um ergänzende Brushless-Hubiantriebe, die die Leistungsskala bis 5KW nach oben erweitern. Jetzt bietet Kontronik nahtlos ab der 400-Heli bis zur 800-Heli Klasse einen optimierten Antrieb an.
Auch diese Pyros besitzen den ü
berarbeiteten Blechschnitt. Die exakte Stanzung der Bleche garantiert tatsächlich 50 gestapelte Blechen auf 1cm! Es wird maschinell der hochtemperaturfeste Spezialdraht (bis 300°C , laut Aussage von Kontronik) eingelegt. Es kommt ausschließlich Singel-Strand-Wicklung mit optimiertem Füllgrand und dem Ziel einer guten Kühlung (Luft Durchflutung), in den Slots. Diese Wicklungen weisen einen reduzierten Innenwiderstand gegenüber einer Multi-Strand-Wicklung auf.

Sehr wirksam arbeitet der Radiallüfter, die Luftführung ist optimal in die Glocke eingearbeitet. Die Pyro 850 besitzen innen eine 10mm Welle (bis 25mm tief hohl gebohrt) die außen auf 8mm reduziert wurde. Zur sichereren Ritzelmontage ist die Welle einseitig abgeflacht. Dem enormen Drehmoment wird eine Fixierung Glocke/Achse per großzügigem Splint gerecht.Die PYRO zeigen unter Last was angesagt ist, bis auf den 850-40 (leichte Vibrationen) liefen alle seidenweich (turbinenartig). Mit ihnen kann innerhalb der Entladezeiten eines LiPos eine Power mobilisiert werden, wie ich sie nicht annähernd an meiner Wirbelstrombremse ausreitzen konnte - leider, bei max.  3,8 KW ist Schluss!
Der Wirkungsgradverlauf zeigt es eben wo die Eingangsleistung umgesetzt wird … in Drehzahl und Drehmoment und nicht in Wärme! Über
oder um 85% in einem sehr breiten Nutzbereich ist Serienstandard bei den PYRO's und weist dieser Motorkonstruktion super Attribute aus!

Allgemeines  
(Vorgehensweise vom Prinzip immer gleich!):
Zuerst wirden die Motoren mechanisch vermessenen. Anschließend demontiert und die Teile untersucht. Hier achte ich auf Materialien, Verarbeitung und Genauigkeiten wie z.B. der Magnetpositionierung. Was nicht zu erfassen ist wird erfragt bei Kontronik. Dann erfolgt ein ausgiebiges Warmlaufen (beim Neuen entspr. das auch einem Einlaufen) bei moderater Last. Das geschieht in mehreren Intervallen von ca. 5Min – also immer entspr. einer LiPo-Ladung. Danach geht es auf dem Bremsstand. Dazu wird die DC-Last mit einer Leistungsrampe programmiert (hier ca. 0,5KW-1KW-1,5KW-2KW-3KW) und das mehrfach durchlaufen. Dabei zeichnet ein UniTest2 (0,5s Sample) die Werte zum ersten Check auf. Anschließend werden die Daten neu mit dem UniLog2 (höchste Sample-Rate) erfasst und in dem DC eingepflegt. Anschließend auf Plausibilität geprüft (zu hohe Toleranzwerte werden durch andere Messwerte ersetzt). Die Motoren wurden abwechslend am JIVE (Softwarestand: V13 unbedingt empfehlenswert!) und YGE sowohl auch am neuen MEZON120/130 von Jeti erprobt. Zum Schluss erfolgt noch ein Belastungstest mit wechselnden Lastrampen zwischen 300W bis 2,5KW und das 6Min. lang (entspr. ca. einer 5000mAh LiPo-Ladung) um die Temperatur zu erfassen. Dabei ist der Motor zwar offen aber ohne zusätzliche Kühlluft am Aluhalter/-träger montiert.

Meine Feststellungen in Stichworten …

Mechanisch:

  • + Die gesamte Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau!

  • + Welle und Glocke mit Sicherungsstift verbunden um dem Drehmoment gerecht zu werden

  • + sehr wirksame Radialbelüftung, Turbinengeräusch

  • + Statorbleche aus 0,2er Material, optimierter Blechschnitt

  • + Singel-Strand-Wicklung, guter Füllgrad, Hochtemperaturfest

  • + Spulenpakete leicht verklebt

  • + Hochwertige, groß domensionierte und abgedeckte Lager

  • + Glocke ist sehr biegesteif konstruiert (siehe vorderen Glockenrad, zweites Foto!)

  • + Glocke ist statisch und dynamisch feingewuchtet (kleiner Ausreißer beim 850-40)

  • + beim 850 kommen dem Glocknenradius angepasste Magnete zum Einsatz

  • + 10/14 Magnete, parallel zueinander sauber verklebt, nicht in Zapfen geführt

  • + Toleranz der Magnetabstände unter +/- 0,1mm Abweichend (am 14P, 10P nicht messbar)

  • + sehr geringer Stator-/Magnetabstand

  • + Rückschluss (Glockendicke) gut gewählt, kaum Restmagnetismus bzw. Rastmomente (Pol-Überdeckung)

  • + Glocke feinverippt für eine optimierte Kühloberfläche

  • + die Schraubbefestigung (4 x M3/M4) ist massiv, weist einen großen Radius auf und mit Tiefenanschlag

  • + Heli: Wellenabflachung und auf Wunsch in verlängerter Ausführung (Gegenlager im Hubschrauber)

  • Gewicht (unbewertet): Pyro 400: 185g, Pyro650: ca.290g, Pyro850: 590g



Elektrisch:

  • + hervorragend übereinstimmende Spulendaten (Induktivität/Widerstand) der Stränge; unter 1,5% Differenz!

  • + Seidenweiches, turbinenartiges Laufverhalten bis zur Spannungsgrenze getestet

  • + Feinwuchtung einwandfrei, keinerlei Resonanzen oder Vibrationen (kleine Ausnahme: 850-40)

  • + Maximale Lastangaben konnten nur erahnt werden; Leistung des Prüfstandes (max. 3,8KW) nicht ausreichend!

  • + Lastmarathon z.B. am Pyro650-103 nach drei Minuten und 1,5 KW Dauerlast: <65°C.

  • + innerhalb dieser Lastgrenzen keinerlei besorgniseregnde Erwärmung (s.o.)

  • + Lastwirkungsgrade deutlich über 80% im Bereich zwischen 15A bis 80A und über 83% beim 650 und 850

  • + Einwandfreies Laufverhalten am JIVE (getestet LV/HV-FW 13), KOSMIK 160A (FW4.2) bei höchstem Wirkungsgrad.

  • + Einwandfreies Laufverhalten am YGE 120HV (12°-18°/V4), MEZON 120/130 (14°/V1.27) und gutem Wirkungsgrad.



Resümee:
Diese Motoren haben die höchste Fertigungs-/ und Verarbeitungsqualität unter den Serienmotoren erreicht. Die Singeldrahtbewicklung ist immer noch ein Novum unter den Serienprobanden! Einher geht die Füllgradoptimierung bei guter Durchflutung (= Kühlung). Die optimale Kühlluftführung (noch unerreicht in der Wirkung!) mit dem äußerst effizienten Radiallüfter trägt dazu bei. Dazu gesellt sich ein sehr breites Leistungspektrum die den Herstellervorgaben jederzeit zu 100% gerecht werden. Es soll nicht abgedroschen klingen aber diese Qualität ist eben "Made in Germany"!



Die Motoren sind im DriveCalculator eingepflegt.
Die Datensätz wurden zu Vergleichszwecken (sporadisch) abwechelnd mit dem Jive von Kontronik, Mezon von Jeti und am YGE von Heino Jung erstellt!


Stand:  Februar 2014



Drei Bilder zum Pyro 400/650/850 incl. Leistungsdiagramm
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