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Erfahrungsbericht und Test nach einem Jahr Praxis zum Telemetrie System IISI


Wer die rege Disskussion auf RC-Network verfolgt möchte:


Zum Test standen mir das Cockpit, zwei Stromsensoren (TXE100 u. TXE150A) und die LiPo-Überwachung (LIPO6) zur Verfügung!


Wer kennt es nicht, der ganz alltäglich Blick zur Akkuanzeige! Gemeint sind z.B. das Handy, MP-3 Player, Laptop oder der Sender u.v.m! Vollig normal der alltägliche Blick auf die Tanknadel im Auto! Möchte hier irgendwer darauf verzichten und im Dunkeln tappen?
Komisch, sogar beim Laden erhalten wir exakt die eingeladene Kapazität zum Akku.
Nur da wo wir es i.G. am Nötigsten bräuchten verzichten wir auf diese Meldung und schätzen grob einfach per Count-Down Timer die genutze Kapazität und richten uns danach.

Eine Telemetrie macht ohne große Umstände die gebrauchte Kapazität sichtbar!

Diffenzieren
Klar ist man versucht sich alles anzeigen zu lassen, die Faszination ist anfangs groß! So nach & nach gedrosselt und zur Realität zurück gekommen lässt sich resümieren was wirklich benötigt wird:

  • Motorflug: Verbrauchte Kapazität und Akkuspannung

  • Segelflug: Vario, Empfängerspannung und beim E-Antrieb zusätzlich die verbrauchte Kapazität mit Akkuspannung

  • Messfreaks: alles was da ist, Airspeed, GPS, Drehzahlen, Empfängersp.-Überwachung, Temperatur

Wer Verdachtsmomente gegenüber seinem Akku hegt weil er Schwächen zeigt, kann sich noch die Einzelspannungen für Diagnosezwecke mitloggen bzw. live anzeigen lassen. Nötig wäre das aber nicht!

Was ist sinnvoll beim z.B. Motorflug? Nach meiner heutigen Praxis nur die Kapazität und eine Warnschwelle im Hintergrund bei Unterspannung (die Akkugesamtspannung wird sowieso mit erfasst). Die Warnungen erfolgen beim Cockpit auf dem Display und gut warnehmbaren Pieptönen die individuell dem Ereignis zugeordnet werden können. Die Telemetrie zeichnet schnell genug auf um auch z.B. schlagartige Pitch-Stöße und deren Folgen am Akku bzw. Motor sauber zu erfassen.

Einstellungen Die Kapazität stelle ich auf 80% und die Unterspannungswarnung auf 3,4V/Z ein! Wer sich nicht sicher ist mit seinen LiPos, kann auch die Warnschwelle auf 75% setzen.

Daten erfassen Wer meint hier ständig während des Fluges auf einem Display ablesen zu wollen ist auf dem Holzweg!
Dabei spielt es dann auch keine Rolle ob man 5 Zeilen oder "nur" zwei Zeilen angezeigt bekommt! Wichtig sind hier einzig die Akustischen Meldungen - mehr nicht - schon deshalb, wer Verantwortung zeigt und Flugsicherheit noch groß schreibt! Ein Kopfhörer ist anschließbar und schont den zwangsverflichteten-zuhörenden Nachbarn. Für die Zukunft wäre eine Sprachausgabe anstelle der Pieptöne wünschenswert!

Was leistet das Cockpit Das Cockpit ist der Empfänger, die Anzeige, Programmierbox und der Datenlogger in einem. Zum Laden oder zur Datenübertragung am PC muss ein USB Kabel angeschlossen sein. Info: Die IISI ist in LogView eingebunden. Die intere Lithiumzelle und Loggerspeicher ist groß genug um im Volleinsatz das ganze Wochende durchzuhalten. Eine Ladeanzeige informiert erst im Display und zum Schluss akutisch, das der Akku leer ist. Zur Bedienung muss ein kleiner "Joystick" herhalten der alle vier Richtung annimmt und Druckempfindlich ist.
Zum Programmieren werden die Sensoren per Servokabel an das Cockpit angeschlossen. Die Funkübertragung arbeitet im 433Mhz Band (Verwendung findet ein "RFM-ISM Transceiver Modul" mit 10mW). Sie stellte sich als 100% zuverlässig heraus. Andere 433Mhz-Systeme brachten das Cockpit nicht aus der Ruhe. Die Reichweite konnte ich nicht erfassen, weil irgendwann mein Auge nicht mehr mitspielte obwohl die Sendeantenne des TXE Moduls zusammengerollt verstaut wurde. Zu keiner Zeit gab es Verbindungsabbrüche.
Die Grundgenauigkeit ist als sehr gut einzustufen (Abweichungen kleiner als 1,5%) und die Datenerfassung (Sampling-Rate) hoch genug um auch modelltypische Stromspitzen noch sicher zu erfassen.

Das Grundmodul (TXE) ist der eigentliche Sender (TX), gleichzeit der Stromaufnehmer und Spannungsmesser. Der Vorteil dieser Sensoren, es handelt sich hier um Hall-Sensoren die berührungslos und potentialfrei arbeiten! Höchste Störsicherheit und geringste Messverluste sind so gewährleistet! Sie gibt es in fünf Stromgrößen (30A / 50A / 100A / 150A / 200A). An ihnen werden weitere Sensoren direkt, oder wenn es mehr als Zwei werden, über ein ein Y-Kabel verbunden. Die IISI-Link-Module können einfach parallel geschaltet werden - eben zur Zeit bis zu vier. Die Grundmodule bauen klein, leicht und relativ kompakt. Als "universal" TXE hat sich bei mir der 100A Typ herausgestellt.

Bedienung Sie ist i.G. leicht zu bewerkstelligen weil jetzt per Software-Update auch eine deutsche Menüführung zur Verfügung steht. Das Einspielen der neuen Firmware (FW1.11E, Stand Februar 2012) ist reine Formsache und fordert niemanden an seine PC-Grenzen. Zum Gebrauch ist es notwendig, das verwendete TXE-Modul dem Cockpit "logisch" bekannt zu machen (Pairing/Paarung) per mitgeliefertem Servokabel (Buchse-Buchse/IISI-Link). Es kann auch ein Modell namentlich hinterlegt werden um die Identifizierung/Zugehörigkeit zu erleichtern. So ist später gewährleistet, dass bei mehreren TXE-Modulen auch das "richtige" zum Modell erkannt wird mit dessen individuellen Einstellungen.
Im Modell ist dann nur ein kurzes Bestätigen notwendig und die Datenübertragung ist aktiv.  Zum individuellem Programmieren muss das Modul direkt mit dem Cockpit (IISI-Link) gekoppelt sein.
Beim TXE Modul lassen sich so alle relevanten Akkuparameter vorgeben (Sollkapazität, Warnschwelle in % oder Restkapazität, Überstrom und Spannungsgrenzen). Ich empfehle hier die %-Angabe weil später bei einem abweichenden Akku die neue Kapazität, sofern kurz im Cockpit eingegeben, richtig korrigiert wird!
Ein Abbruch wird automatisch gespeicht sofern das Cockpit eingeschaltet bleibt. Später erfolg die Abfrage ob die Aufzeichnung fortgeführt werden soll. Schließt man keinen vollen Akku an wird der erkannt. Nun fragt das Cockpit nach der neuen Kapazität. Wer versehendlich leere Akkus anklemmt wird heftigst im Display und Akustisch gewarnt. ... so soll es sein!
Während des Fluges lassen sich die Anzeigen umschalten. Mir persönlich gefiel die Universalanzeige (Strom-Spannung-Kapazität mit Bargraph, siehe rechts das 8. Bild) am besten.

Die weiteren Programmierung und Anzeigen sind umfangreich, ebenso die auswählbaren Tonfolgen. Alles ist natürlich vom verwendereten Sensor/Modul bzw. deren Kombinationen abhängig.

Infos Zum besseren Verständnis und wer mehr erfahren möchte, dem empfehle ich die lesenswerte (deutsche) Bedienungsanleitung zu studieren. >klick<
Die Produktpalette wird laufend erweitert und gepflegt, schon deshalb sollte man die Möglichkeiten eines RSS-Feed News-Letter der IISI-Homepage nutzen und abonnieren.

Resüme NIE MEHR OHNE ist mein Slogan geworden. Wer einmal "mit" geflogen ist und NICHT dabei versucht ist, ständig auf das Display zu schauen wird erkennen, wie nützlich eine Rückmeldung sein kann bezogen auf den Antriebsakku u.v.m. Das IISI System arbeitete immer zuverlässung und hat nie Unsicherheiten aufkommen lassen - im Gegenteil! Das IISI-System ist eine lohnenswerte Investition für alle die eine herstellereigene Telemetrie nicht nutzen und ein Umrüsten nicht lohnen würde. Zudem arbeitet es Anlagenunabhängig und ist somit universell einsetzbar!

Das Beste ist aber, ich kann nun eine Nummer kleineren Akkus nehmen bei gleicher(!) Flugzeit weil man sie jetzt "richtig" und frei von Unsicherheiten ausnutzt.

Dazu ein Beispiel:
Meine oft verwenden 3700 mAh LiPos waren auf 8:00Min eingestellt um stets in sämtlichen Flugmanövern sicher zu gehen. Mit IISI stellte sich heraus, dass ich aber mindesten 8:30Min fliegen kann bei einer genutzen Kapazität von 2,65Ah. Folglich nehme ich jetzt nur noch die leichteren und günstigeren 3300mAh LiPos (siehe Logging-Diagramme rechts) mit einem leicht überheblichen Grinsen im Gesicht, den so oder so, egal wie man am Knüppel drauf ist - eine sichere Warnung erfolg stets bei 20% Restkapazität!






Ich kann mich dem, in der Anleitung, Propagiertem nur anschließen:

Vor dem Flug:

  • Automatische Kontrolle des Antriebsakkus: Keine Starts mit halb geladenen Akkus

  • Automatische Buchführung des Entladezustandes: Volle Kontrolle bei mehreren Flügen mit dem

  • gleichen, teilentladenen Akku (z.B. E-Segler) – auch wenn zwischendurch das Modell gewechselt

  • wird!

  • Volle Kontrolle über Stromverbrauch, Leistung, Spannung, Temperatur (Zusatzmodule nötig)

  • Informationen über den letzen Flug (verbrauchte Kapazität)

Während des Fluges (Modulabhängig):

  • Akkustische Warnung:

  • - Batterie ist „auf Reserve“ (gemessene Restkapazität, nicht nur Spannungslage)

  • - Batteriespannung zu tief

  • - Maximalstrom oder maximale Temperatur1 überschritten

  • - Kritische Spannung einzelner LiPo-Zellen2 („balancing“ und / oder Zellenspannung zu tief)

  • Anzeige des Stroms, Spannung, Leistung, Entladezustand (mAh, graphisch oder numerisch)

  • Anzeige der Flugdauer, zusätzlich Stoppuhr oder Timer mit „Countdown“

  • Aktuelle und maximale Temperatur

  • Sämtliche Variofunktionen (Steigen, Sinken, Höhe)

Nach dem Flug / generell:

  • Information über niedrigste Spannung und höchsten Strom

  • Verbrauchte / verbleibende Kapazität

  • Totale Flugzeit (einzelner Flug und totale Flugzeit des Modells)

  • Anzahl Flüge des Modells

  • Datenaufzeichnung, Analyse am PC möglich

  • Wahl geeigneter Akkus bezüglich Strombelastbarkeit und Flugzeit, kein unnötiges Gewicht

  • Keine Außenlandungen wegen leeren Batterien

  • Verlängerte Lebensdauer der Akkus, da Tiefentladung effizient verhindert werden kann



Stand: Februar 2012



Bildergallerie (15 Bilder) mit Untertiteln
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